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Weiki - die

Neue Pflanzen: Weiki

Weiki (Weihenstephaner Kiwi, Bayern-Kiwi): Früchte und weibliche BlüteKiwano Weiki  Pepino Tomatillo

Weiki, “Bayern-Kiwi”, “Weihenstephaner Kiwi”
Actinidia arguta
Strahlengriffelgewächse

Die kleinfrüchtige Kiwi Actinidia arguta ‘Weiki’ (auch “Bayernkiwi” und “Weihenstephaner Kiwi” genannt) ist eine attraktive Schlingpflanze, die leckere, etwa stachelbeergroße Früchte hervorbringt. Die Blätter haben ein sehr schönes, sattes Dunkelgrün auf rötlichen Blattstielen und die Blüten sind weiß. Der Vorteil gegenüber der normalen Kiwi ist ihre gute Frostverträglichkeit.

Die Weiki wurde am Lehrstuhl für Obstbau der TU München-Weihenstephan ausgelesen.

Weiki-Verwendung

Die Weiki kann frei ausgepflanzt  wachsen (auch als Sichtschutz) oder zur Fassadenbegrünung verwendet werden. Sie benötigt allerdings eine Rankhilfe: gespannte Drähte, Maschendraht, Spalier oder ähnliche. Sie lässt sich auch gut im großen Kübel oder Pflanzkasten kultivieren (z. B. als Sichtschutz an der Terrasse oder Balkon), wenn man ihr die entsprechenden Rankhilfen gibt.

Weiki-Anbau

Die Weiki-Pflanze verträgt Temperaturen bis zu minus 30 °C. Sie ist relativ anspruchslos, was den Boden betrifft (von schwach sauer bis alkalisch) , widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und sehr pflegeleicht.

Die Weiki ist zweihäusig, d. h. männliche und weibliche Blüten wachsen auf verschiedenen Pflanzen. Man benötigt also mindestens zwei Pflanzen, eine männliche und eine weibliche, wenn man Früchte haben möchte. Nur die weibliche Pflanze kann aus ihren (weiblichen) Blüten Früchte bilden. Die Blütezeit ist Ende Mai. Heutzutage werden die Pflanzen an Hobbygärtner oft gleich im Kombipack (eine männliche und ein oder mehrere weibliche Pflanzen) verschickt.

Gepflanzt wird die Weiki im Oktober oder im Frühjahr. Der Austrieb ist im März. In dieser frühen Phase ist der junge Austrieb noch frostgefährdet, doch sollte der Schaden eintreten, regeneriert sich die Pflanze meist schnell aus “Reserveknospen”.

Bis zur ersten Blüte und zur ersten Fruchtbildung vergehen oft 4 bis 6 Jahre - man benötigt also etwas Geduld. Die Weiki-Pflanze ist aber auch ohne Blüten oder Früchte eine dekorative "Zierpflanze" dank ihrer herzförmigen, dunkelgrünen Blätter mit den roten Blattstielen.


 

Weiki blüht, aber hat keine Früchte?

Wenn Weiki-Pflanzen auch nach mehreren Jahren keine Früchte bilden, sollte man das Geschlecht der Pflanzen bestimmen: Ob eine Pflanze männlich oder weiblich ist, kann man anhand der Blüten feststellen. Die Blüten bilden sich meist am einjährigen Holz (wichtig auch für einen eventuellen Schnitt zu wissen). Bei der weiblichen Blüte befindet sich in der Mitte, erhaben über den Staubfäden, ein "Büschel" - das sind die Strahlengriffel auf dem Fruchtknoten (siehe Bild oben: Früchte und weibliche Blüte). Männliche Blüten wachsen oft in Scheindolden von bis zu 7 einzelnen Blüten, bei den weibliche Blüten entwickeln sich höchstens drei in einer Blattachsel.

Weiki-Düngung

Als Düngung reicht der Weiki im Hausgarten eine jährliche Kompostgabe von ca. 1 bis 3 l Kompost pro Jahr in den Wurzelraum der Pflanze. Weiki-Pflanzen in Kübeln können wie Terrassen- und Balkonpflanzen mit einem Flüssigdünger, der dem Gießwasser beigegeben wird, gedüngt werden.

Weiki-Ernte und -Verwendung

Weiki-Früchte reifen spät im Jahr (September/Oktober). Sie sind etwa stachelbeergroß und unbehaart. Erntereif sind sie, wenn sie bräunlich und etwas weich sind. 5 kg Früchte kann ein weiblicher Weiki-Strauch hervorbringen.

Weiki-Früchte schmecken fruchtig-süß mit relativ wenig Säure. Sie haben einen sehr hohen Vitamin C-Gehalt und eignen sich am besten zum Rohverzehr (mit Schale), können aber auch zu Marmelade, Saft u. ä. verarbeitet werden. Weiki-Früchte sind im Kühllager und im Kühlschrank sehr lange haltbar.

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Weiki-Schnitt

Die Weiki-Pflanze muss nicht geschnitten werden - sie kann aber.

Wer wenig Arbeit haben will, entfernt nur die störenden sowie abgestorbene Triebe bzw. lichtet nach ein paar Jahren ein bisschen aus, wenn das Triebwirrwarr zu groß geworden sein sollte.

Man kann Weiki-Pflanzen jedoch auch als strenges Spalier ziehen. Dazu wird die Pflanze im ersten Jahr auf der Höhe gekappt, auf der sie sich verzweigen soll. Zwei der dann an der Spitze aus dem Haupttrieb erscheinenden Nebentriebe werden je einer nach nach links und einer nach rechts waagerecht geleitet (falls weitere erscheinen, werden sie entfernt) und die Spitzen dann eingekürzt, um eine weitere Verzweigung anzuregen. Diese neuen Triebe werden dann etwa im Winkel von 45 °C zum Seitentrieb, aus dem sie kommen, nach außen weitergeleitet und auch etwas gestutzt.

Neue Pflanzen: Kiwano Weiki Pepino Tomatillo
 

 

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